Aktien & Steuern: Welche und wieviel? – Emilia Bolda Skip to content

Aktien & Steuern: Welche und wieviel?

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Endlich ist es so weit: Das Lernen der Grundbegriffe im Aktienhandel, die vielen Aktienempfehlungen und das Einarbeiten in der Börse zahlen sich aus und du kannst dich über erste Kursgewinne und Dividenden freuen. Aktien-Gewinne müssen jedoch grundsätzlich versteuert werden. Davon musst du dir deine Freude allerdings nicht trüben lassen, denn hier erfährst du, welche Steuern auf Aktien-Gewinne anfallen, wie hoch der Steuerfreibetrag ist und welche Regeln für Aktiendepots im Ausland gelten.

Welche Steuern fallen auf Aktien an?

Selbst die günstigsten Aktiendepots erzielen mit einer guten Strategie und ausreichend Geduld Gewinne. In welche Aktie du auch investierst: Auf Kapitalerträge fällt eine Abgeltungssteuer an. Die Abgeltungssteuer ist sowohl bei Zinsen als auch Dividenden sowie Kursgewinnen beim Verkauf von Aktien, Anleihen, ETFs oder Fonds fällig. All deine Einkünfte aus Kapitalvermögen werden mit einem fixen Steuersatz von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag besteuert. Wenn du Mitglied in einer Kirche bist, kommt noch die Kirchensteuer hinzu. Die gute Nachricht: Die Steuer wird direkt von der Bank beziehungsweise dem Broker einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Du hast mit der Besteuerung also nichts zu tun. Hast du deine Aktien und Fonds vor 2009 gekauft, sind sie von der Abgeltungssteuer ausgenommen und du darfst sie steuerfrei verkaufen.

Was ist die Abgeltungssteuer?

Bei der Abgeltungssteuer handelt es sich um einen fixen Steuersatz zur Besteuerung von
Kapitalerträgen. Sie wurde in erster Linie eingeführt, um den Steuerprozess zu vereinheitlichen
und zu vereinfachen: Vor der Abgeltungssteuer mussten Steuerpflichtige ihre Kapitalerträge
noch in der Einkommenssteuererklärung angeben. Außerdem gab es damals je nach
Kapitalertrag unterschiedlich hohe Steuersätze. Da die Abgeltungssteuer eine Quellensteuer ist,
wird sie automatisch an das Finanzamt abgeführt – kann sie nicht automatisch abgeführt
werden, ist von der Kapitalertragssteuer die Rede. Diese musst du dann in deiner
Einkommenssteuererklärung selbst angeben.

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Steuern bei Aktiendepots im Ausland?

Investierst du in ausländische Aktien oder Fonds, wird in dem jeweiligen Land in der Regel eine Quellensteuer fällig. Wie hoch diese ausfällt, unterscheidet sich je nach Region. Während Deutschland 25 Prozent Quellensteuer zusätzlich Solidaritätszuschlag erhebt, sind in der Schweiz 25 Prozent Quellensteuer fällig. Für dich bedeuten ausländische Aktien eine doppelte Belastung, da du den Gewinn hierzulande noch einmal versteuern musst. Du hast allerdings die Möglichkeit, dir einen Teil der Steuer mithilfe eines Antrags auf Steuererstattung zurückzuholen. Grundsätzlich solltest du dich vor dem Kauf ausländischer Wertpapiere immer zur Höhe der Quellensteuer des jeweiligen Landes und den dortigen Fristen für Steuererstattungen informieren.

Wie werden Aktiengewinne bei der Steuererklärung angegeben?

In einigen Situationen ist es sinnvoll, Kapitalerträge in deiner Einkommenssteuererklärung anzugeben. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn du den Freibetrag nicht ausgeschöpft oder zu viel Abgeltungssteuer bezahlt hast. Trifft das auf dich zu, solltest du die Anlage KAP bei deiner Steuererklärung ausfüllen. Daneben gibt es noch die Anlage KAP-IN – die ist nur dann für dich relevant, wenn du Investments in ausländischen Depots verwahrst.

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